So nutzt du Social Media im College-Recruiting richtig
Ex-Profitennisspielerin und Keystone-Sports-Expertin Sarah Borwell über den richtigen Umgang mit deinem Online-Auftritt
Der Weg zu einem Sportstipendium an einer Universität in den USA beginnt lange bevor du den Campus betrittst. Heute ist deine digitale Präsenz fast genauso wichtig wie deine Leistungen auf dem Platz oder dem Court.
Wir haben mit Sarah Borwell gesprochen, um mehr darüber zu erfahren, welche Rolle Social Media im Recruiting-Prozess spielt und worauf College-Coaches wirklich achten. Sarah ist ehemalige Profi-Tennisspielerin, frühere britische Nummer eins im Doppel und heute Placement-, Sport- & Education-Consultant bei Keystone Sports. Sie spielte unter anderem in Wimbledon, absolvierte ihr Studium an der University of Houston und hat im Laufe ihrer Karriere bereits Hunderten von TennisspielerInnen zu einem Sportstipendium in den USA verholfen.
Im Interview teilt Sarah praktische Tipps, wie du Social Media gezielt einsetzen kannst, um deine Chancen auf ein College-Stipendium zu erhöhen.
Wie wichtig ist Social Media heutzutage für das Recruiting?
Sehr wichtig! Du solltest nichts posten, was deiner Bewerbung schaden könnte.
Du musst dir immer bewusst sein, wer deine Inhalte sieht. Ich sage meinen SpielerInnen immer: Wenn du überlegst, etwas zu posten, denk an deine Großmutter. Wenn du nicht möchtest, dass sie es sieht, lade es nicht hoch. Am Ende wollen wir alle einen „Job“ – in diesem Fall ein Stipendium. Eine positive Social-Media-Präsenz ist dabei ein klarer Vorteil.
Welche Plattformen eignen sich am besten für den Kontakt mit Coaches?
Früher war Facebook wichtig, aber heute ist Instagram die zentrale Plattform. Viele Coaches sind in meinem Alter oder in ihren 30ern – und genau dort sind sie aktiv. Oft bitten sie sogar Spieler aus ihrem Team, sich Profile potenzieller Recruits anzuschauen. Instagram ist ideal, um Persönlichkeit zu zeigen, Einblicke zu geben und wahrgenommen zu werden.
Und wie sieht es mit YouTube aus?
YouTube war früher sehr relevant für Highlight-Videos. Heute ist das anders. Bei Keystone Sports gibt es eine zentrale Plattform, auf der dein Profil und deine Highlight-Videos gebündelt sind. Dort schauen Coaches gezielt vorbei. YouTube ist dafür mittlerweile eher zweitrangig.
Welche Inhalte kommen bei Coaches besonders gut an?
Wenn du gerne postest, ist Social Media eine tolle Möglichkeit zu zeigen, was du machst: Training, Ernährung, Wettkämpfe oder Turniersiege. Markiere dabei ruhig relevante Personen – das erhöht deine Reichweite.
Ich arbeite mit SpielerInnen, die in Wimbledon gespielt haben und im nächsten Jahr an ein College wechseln. Sie nutzen Videos, Fotos und Kooperationen, um sich sichtbar zu machen und eine größere Zielgruppe zu erreichen.
Es gibt nicht den einen perfekten Content. Eine Mischung funktioniert am besten. Besonders gut kommen diese Kategorien an:
- Athletisches Training (Gym-Einheiten, Fitness, Athletik)
- Schule & Ausbildung (z. B. Coaching-Lizenzen oder schulisches Engagement)
- Live-Erlebnisse (Turniere, Profi-Spiele, Events – zeig deine Leidenschaft für deinen Sport)
Wie oft sollte man posten?
Wenn möglich, regelmäßig – idealerweise täglich oder alle zwei Tage. So bleibt dein Profil aktiv. Ein guter Tipp sind Instagram Stories: schnell erstellt, authentisch und ohne großen Aufwand.
Aber: Alles in Maßen. Poste, wenn es sich richtig anfühlt. Wenn du mal nichts Interessantes hast – kein Problem.
Welche typischen Fehler sollten vermieden werden?
Partyfotos mit Alkohol sind ein Klassiker. Die meisten jungen AthletInnen wissen inzwischen, dass so etwas privat bleiben sollte. Coaches wollen sehen, dass du fokussiert bist.
Ein weiterer wichtiger Punkt – besonders im Hinblick auf ein US-Visum: Vermeide politische oder kontroverse Inhalte. Konzentriere dich auf Positives.
Sollte man Party- oder Urlaubsfotos löschen?
Wenn du ein Foto siehst und denkst: „Das zeigt mich nicht von meiner besten Seite“ – dann lösche es.
Aber du musst nicht jede schöne Urlaubserinnerung entfernen. Es geht um gesunden Menschenverstand und darum, einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Ein Account oder mehrere?
Ein Account reicht völlig aus – außer du wirst ein internationaler Superstar. Ein Profil, das sowohl deine sportlich-akademische als auch deine persönliche Seite zeigt, ist ideal.
Ein privater Account ist okay. Wichtig ist nur: Wenn ein Coach oder ein Spieler deiner Wunsch-Uni dir folgt, müssen die Inhalte passend sein. Zudem kann es sein, dass Social-Media-Profile im Visaprozess überprüft werden.
Ein schneller Tipp zur sofortigen Verbesserung deines Profils?
Überlege dir: Würde ich mir diesen Content selbst gerne anschauen?
Poste Inhalte, die informativ, unterhaltsam oder lehrreich sind.
Wie Sarah Borwell betont, geht es im College-Recruiting um mehr als sportliches Talent: Digitale Kompetenz, Vorbereitung und ein positiver Online-Auftritt spielen eine entscheidende Rolle.
Bei Keystone Sports begleiten wir Student-Athletes durch den gesamten Recruiting-Prozess und helfen ihnen, alle Voraussetzungen zu erfüllen. Mit der Unterstützung von Experten wie Sarah erhöhen wir gezielt die Chancen auf ein Sportstipendium in den USA.
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Über die Autorin
Paulina Romo
Paulina Romo, SEO Manager bei Keystone Sports, hat einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaft und einen Hintergrund im Reitsport, spezialisiert auf Dressur. Geprägt durch internationale Erfahrungen aus Arbeit und Studium in Schweden, Südkorea, Deutschland und Spanien, bringt Paulina eine vielfältige Mischung aus Marketingfähigkeiten und anderen Perspektiven in ihre Rolle ein.
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